• REVIEW DUO Realis Cambiospin

    DUO bringt einen Spinnerbait mit einem Soft-Wire-Concept“, diese Nachricht ließ mich aufhorchen und dann wieder ins Grübeln fallen. Denn einen Spinnerbait mit flexiblen Armen gab es schon vorher, von anderen Marken. Einen davon hatte ich bereits in meinen Fingern und die Begeisterung mal wieder was Neues auszuprobieren trübte beim Praxistest schnell ein. Viel zu weiche Drahtarme in Kombination mit großen Blades (Spinnblättern), die bei etwas stärkeren Zug die Haken berührten und dadurch das rotieren komplett einstellten. Fazit, eine gute Idee die Zeit zum reifen benötigt. Auch wenn sich das etwas Voreingenommen anhört, bin ich dennoch für neue Innovationen offen und lass mich gern eines besseren belehren.

    DUO Realis Cambiospin 'Double'

    Länge: 10 mm

    Gewicht: 10.5 g

    Type: Sinking

    Lauftiefe: Variabel

     

    Als das erste Testmodell dann im Briefkasten lag, war meine Neugierde wieder da. Der Cambiospin weckte den Entdeckergeist. Ganz im Gegenteil zu den anderen Modellen besaß er kleinere Blades und das Design schien besser durchdacht. Was sich aber erst auf den zweiten Blick verdeutlicht. Wird sich das de-zentrierte untere Blatt und die schlanke Kopfform auf die Laufstabilität auswirken? Und wie wird sich der flexible Draht beim Werfen verhalten? Fragen über Fragen! Am bzw. im Wasser würde ich mehr wissen.

     
     
     
    Durch die 'TearDrop' Bohrung arritiert sich der Cambiospin von alleineDie flexiblen Arme reduzieren die Fehlbissrate gegen 'Null'!Ein Trailer wird sicher durch zwei kleine Widerhaken am Schenkel fixiert


    Eigentlich renne ich sofort mit jedem neuen Kunstköder direkt zur nächsten Pfütze um meinen Spieltrieb freien Lauf zu lassen. Aber ich wollte mehr und zwar ihn direkt auf seine angegeben Stärken testen. Der erste „Testpunkt“(ungewollt) schnitt  erstaunlich gut ab. Ich bin halt davon ausgegangen das er sich spinnerbaittypisch wie ein Sack Kartoffeln werfen lässt. Wenn man den Wurf mit der Spinnrute nicht präzise auf Spinnerbait abstimmt.
    So schoss der Cambiospin weit übers Ziel hinaus. Beim zweiten Anlauf klappte es mit der Zielgenauigkeit, dafür gab es den ersten Daumen. Mein zweites Augenmerk lag auf der Laufstabilität bei etwas mehr Druck, beim Einholen. Wie erwartet läuft der Cambiospin wie an der Schnur gezogen, kein Verdrehen oder auf die Seite kippen. Das de-zentrierte Blatt (es dreht sich gegenläufig zum anderen) und der schlanke Bleikopf halten den Cambiospin in der Spur.

    Punkt drei, zügiges Einholen im dichten Kraut. Hier gab es den ersten Bonus, in Form eines kleinen Hechtes. Punkt vier, endete unlösbar am Grund... ok, das „Bottomrollin“ wird dann beim nächsten mal in Angriff genommen.

    Es wurde Herbst, es wurde Winter bis das zweite Testmodell den Weg zu mir fand. Da blieb bei der Wahl des Führungsstil nicht viel übrig, als es nochmal mit den Bottomrolling zu probieren. Der Spot eine Muschelbank in 3-4m Wassertiefe, da sollte eigentlich auch im Winter noch was zu holen sein. Kurz nach dem Grundkontakt zwei, drei langsame Kurbelumdrehungen und ein fetter Barsch naschte am Draht und hing am Haken. War dann auch der einzigste Spot den ich im Winter vertrauen schenkte, der Cambiospin ging dann mit der Schonzeit in die Winterpause.


    Was danach folgte, als der Cambiospin wieder seiner Bestimmung zu geführt wurde, war unfassbar. Kurz und knapp: „Never ever without you“ . Egal ob im dichten Fadenkraut, in mitten einer Algenblüte (extrem trübes Wasser) oder beim „Burning“ über einem Krautfeld das noch nicht bis zur Wasseroberfläche reichte, der Cambiospin lockte alles ans Band was nur in der Nähe schien.

     
     
     
     

    Aber -  ein kleiner Wermutstropfen bleibt. Ohne jeden Anhang, also Trailer, läuft er so stabil wie beschrieben. Auch bei kleinen Trailern, wie dem 3“ V-Tailshad, ändert sich das Laufverhalten nicht sonderlich. Bei einem 4“ Shad ist man bei zügigen Einholen schon eingeschränkter. Also lieber mal vorher im Flachwasser testen und auf die Einholgeschwindigkeit achten, als Fehlbisse zu kassieren wenn diese Kombi auf die Seite kippt.

    Fazit: „Nobody is perfekt“ aber der Cambiospin ist da schon verdammt nahe dran. Die flexiblen Arme unterstützen nicht nur die Aerodynamik beim Flug (klappen förmlich zusammen), auch beim Anbiss wirkt sich dieses Anklappen positiv aus, die Fehlbissrate reduzierte sich deutlich, auf fast null. Der Realis Cambiospin gehört bei mir mittlerweile zu den Standard-Ködern, in die erste Riege... bzw. Box.  Also... ausprobieren und auf fette Fische freuen.

    Alle weiteren Infos zum Cambiospin und allen anderen Baits aus dem Hause DUO findet ihr <hier>

     

    Euer Rob

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