Die Moin-sager erneut am Edersee
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Die Moin-sager erneut am Edersee
Eine kleine Geschichte von Barschen, Hechten und Rapfen.
Schon letztes Jahr waren wir mit einer Gruppe am Ederpond und haben ihn gerockt! Doch dieses Jahr sollte alles besser werden. Eine neue Besetzung ist am Start: Lasse, Carlos, Gordian, Lukas, Samy, Leo, Peter und ich. Der Zeitraum hat sich verdoppelt und wir sind jetzt 10 Tage am Eder. Gute Truppe, genug Zeit, also kann doch gar nichts schief gehen.
Der Anreisetag ist ein Freitag und geplant ist, erst mal einen gemütlichen Tag ohne Boot und Angeln in der Hand zu genießen. Nur blöd, dass das nie so wirklich klappt bei uns. Leo, Gordi, Lukas und ich kommen so gut wie gleichzeitig an und der erste Weg führt direkt zum Angel Schmidt. So stehen wir dann da am steinigen Ufer, wundern uns über den niedrigen Wasserstand und die ersten Köder werden gebadet. Die Fische lassen sich nicht lange bitten und so gelangen ein paar Schniepel an die frische Luft. Alles nicht der Rede wert. Am Abend kommen dann auch die nächsten drei Hamburger an: Lasse, Peter und Carlos. Grund ist die Klausur von Peter und der Stau. Nun sind wir fast komplett, nur Samy fehlt, der sich für den Sonntag erst angemeldet hat. Das Restlicht wird dazu genutzt noch ein wenig das Ufer unsicher zu machen. Es heißt aber schon bald „schlafen gehen“, denn Morgen wird richtig angegriffen.
Morgens um drei Uhr klingeln die Wecker im ganzen Haus und mit halb offenen Augen wird das Müsli runtergeschlungen. Jeder will aufs Wasser und dicke Barsche. Um viertel vor vier summen dann die Motoren über den Edersee und die ersten Bootsstege werden unsicher gemacht. Der Erfolg stellt sich schnell ein und ein paar Barsche sehen das Tageslicht. Wer glaubt, die Stegangelei läuft immer reibungslos ab täuscht sich. Nicht nur, dass man im Halbschlaf ab und zu die Seile, die kreuz und quer gespannt sind, übersieht, sondern gerade beim Lösen der Hänger sollte man vorsichtig sein. Es ist nicht unbedingt das Beste, wenn um vier Uhr morgens eine verschlafene Bootsbesitzerin vor einem steht und sich wundert was man denn an ihrem Boot möchte. Aber das Motto lautet wie so oft No Risk No Fish. Sobald es heller wird, ziehen wir uns von den Stegen zurück, da dort jetzt einfach zu viel los ist. Das Suchen geht jetzt erst richtig los. Es ist ungewohnt an einem solch großen Gewässer zu angeln. Irgendwie ist es in Hamburg doch etwas überschaubarer. So ziehen die Stunden ins Land und es stellt sich raus, dass die Fische auch am Edersee nicht einfach so ins Boot springen. Vor allem in der Mittagshitze sind nur die Schniepelhechte aktiv und das ist nun wirklich nicht der Zielfisch. Aber unsere Mühen sollen noch belohnt werden. Lukas ist der erste, der einen wirklich guten Fisch landen kann. Am ganzen Tag hat er wirklich bescheiden gefangen und jetzt das! Er knackt mit seinem zweiten Fisch am Tag gleich die 45er Marke. Das Maßband zeigt stolze 46cm an. Ein sehr guter Fisch und das am ersten Tag. Im Verlauf des Tages zeigen sich nicht mehr viele Fische und irgendwann heißt es dann für alle „ab nach Hause Ravioli kochen“. So geht der erste Tag zu Ende, doch die nächste Nacht sollte nicht allzu lang werden.
Ich kann nicht behaupten, dass ich mich freue, wenn der Wecker das zweite Mal um drei Uhr klingelt, aber auch an diesem Morgen werden schnell die Boote beladen. Über Nacht hat es angefangen zu regnen und es ist deutlich kühler geworden. Das spürt man nicht körperlich, sondern auch die Barsche wollen nicht so richtig. Die Mäuler sind wie zugenagelt und nur selten lässt sich ein Barsch blicken. Gegen Mittag treffen wir dann auf Marcel, der mit zwei 40+ Fischen nicht den schlechtesten Tag erwischt hatte und uns etwas blöd aussehen lässt. Immerhin können wir nur ein paar Schniepel vorweisen. Es werden ein paar Tipps ausgetauscht und sich für später auf eine Currywurst verabredet. Anders kann man sich ein Treffen mit Marcel nicht vorstellen. Fische + Currywurst. Man tauscht Handy-Nummern aus, so dass man sich vielleicht doch noch einmal treffen kann. Motiviert fischen wir noch ein wenig weiter, der Tag ist gelaufen und nicht ein wirklich schöner Fisch lässt sich zu einem Fototermin überreden.
Am Abend erfahren wir dann, dass der Luftdruck von über 1000hPa auf etwas über 900hPa gefallen ist. Kein Wunder, dass es nicht so gut lief. Samy kommt noch am selben Abend an und die Wochenkarte ist schnell besorgt. Die nächsten Ravioli-dosen werden geöffnet und müde fallen uns am Abend die Augen zu.
Auch am dritten Morgen klingelt der Wecker wieder in den Morgenstunden, doch heute ist das einfach viel zu früh. Wir hören draußen den Regen prasseln und da fällt die Entscheidung leicht, mal nicht im Schummerlicht zu den Booten zu tapern. Erst am frühen Nachmittag werden die ersten Köder gebadet. Es hat aufgehört zu regnen und so sind wir alle gespannt, ob nicht doch noch der eine oder andere Fisch sich überreden lässt. Abends rappelt es dann endlich an Peters Rute und der nächste dicke Fisch kommt ins Boot. Der nächste 45+ Fisch lässt sich ablichten. Der Höhepunkt des Tages wartete aber noch auf uns und so wird kräftig weiter gefischt. Lukas schlägt mal wieder zu und ein wunderschöner Barsch kommt an die Oberfläche. Wir können es kaum glauben. Die 50er Marke wird nur um einen Zentimeter verfehlt. Der traumhafte Barsch verschwindet in den Fluten des Edersees und noch einige gute Fische vergreifen sich an unseren Ködern.
Ich möchte euch nicht langweilen, denn die restlichen Tage laufen alle nach demselben Schema ab. Einige Spots stellen sich als wirklich fängig heraus und so werden diese in regelmäßigen Abständen immer wieder angefahren. Es klappt nun wirklich gut mit den Barschen und die Durchschnittsgröße von 30cm kann sich auch sehen lassen. Besonders die Bisse auf Topwater sind spektakulär und immer nervenaufreibend. Auf Topwater gehen auch die ersten Rapfen des Trips. Unser Topwaterfetischist Gordi fängt die ersten Rapfen. Mit Ende 70 sollte der Rapfen nicht der größte bleiben. Die Brüder Leo und Samy können nachlegen und fangen je einen Silberpfeil der 70er Klasse. Peter muss natürlich noch mal alle übertrumpfen und ein wunderschöner 80er Rapfen landet in den Armen von Peter. Nach ein paar Fotos darf auch dieses Prachtexemplar wieder schwimmen. Wo wir schon bei Peter und dicken Fischen sind, kann man da auch gleich weiter machen. Peter fängt nicht nur eine schöne Hechtdame von ca. 80cm, sondern noch zusätzlich einen 43er Barsch. Das nicht nur Lukas und Peter schöne Barsche fangen können, beweisen Carlos und Leo. Carlos fängt einen toll gezeichneten 45er Stachelritter und Leo einen 43er. Lukas setzt mit seinem dritten 45+ Fisch den Schlusspunkt. Wieder einmal zeigt das Maßbad 46cm. Außerdem fängt er den zweiten wirklich schönen Hecht des Trips mit 77cm.
Der letzte Tag bricht an und die letzten Barsche wandern über die Bordwand. Ein starker Wind herrscht am letzten Tag und die Wellen schaukeln die Boote ziemlich durch. Dadurch fahren wir schon bald in Richtung Heimathafen und putzen die Boote mal kräftig. Als die Boote endlich wieder sauber sind, treten wir nun zum letzten Mal den Weg über die Mauer zu unserer Unterkunft an. Ein paar Bier werden gemütlich getrunken und die Tage noch mal in Gedanken durchgegangen. Am Tag der Abreise werden die letzten Gruppenbilder geschossen und alle verschwinden in den Autos gen Heimat.
Als Fazit kann man sagen, dass es ein genialer Tripp mit sehr schönen Fischen war. Mit sieben Barschen über 40cm und fünf davon über 45cm. Etliche Barsche bis 38cm konnten wir landen und rund herum war es ein gelungener Trip. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß, auch wenn es mit dem 40+ Fisch dieses Jahr nicht geklappt hat. Mal schauen ob wir im nächsten Jahr wieder kommen. Hoffentlich klappt es ja dann doch noch mit einem 50er.
- Einer von insgesamt drei 45+ Barschen von Lukas.
- Schöner 45er Stachelritter von Carlos.
- Peter mit dem dicksten Hecht des Tripes.
- Viele 30+ Fische landeten im Boot. Hier Lasse mit einem end 30er.
- Doppeldrill! Wenn es an einer Stelle mal geklappt hat kein seltenes Bild.
- Einer von vielen Rapfen, die Gordian gefangen hat.
- Leos größter Barsch. Mit 43cm auch ein sehr guter Fisch.
- Peter kann nicht nur dicke Barsche und Hechte fangen sondern auch richtig fette Rapfen.
6 Kommentare zu “Die Moin-sager erneut am Edersee”
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Tolle Fische habt ihr da erzuppelt. Vor allem aber find ich die vielen Rapfen krass. Hab zwar schon öfter gehört, dass es Rapfen im Eder gibt, aber habe das eher für eine Seltenheit gehalten.
Bitch
Feiner Bericht. Auch das dazu gehörige Video ist sehr Nice….
Petri euch allen
Komisch, dass meine 10 50+ Fische garnicht erwähnt wurden…
Hier nochmal der link zum Video: http://vimeo.com/27367853
Schöner Bericht Jan und danke nochmal an alle für den gelungenen Trip…! Am besten gefällt mir: “Wo wir schon bei Peter und dicken Fischen sind, kann man da auch gleich weiter machen…” Dabei sollte man natürlich nicht vergessen, dass der gute Peter auch zwei Tage derbe abgeschneidert hat!
Glückwunsch zum gelungenen Trip. Waren auch gerade “nur” 3 Tage vor Ort. Es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal und nach diesen schönen Bildern erst recht nicht.
Petri,
Markus