Mal selbst mit Flossen auf Flossenträger

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Mal selbst mit Flossen auf Flossenträger

Mal selbst mit Flossen auf Flossenträger

Am Ostermontag klappte es endlich mit der ersten Bellyboot Tour des Jahres. Der Erlichsee war das gewählte Gewässer und der Zielfisch der Barsch.

In den letzten Wochen war mein Terminplan mal wieder ziemlich dicht, so dass keine Zeit war länger ans Wasser zu gehen. Der Ostermontag war allerdings fest eingeplant, um mit meinem Freund Thorsten ans Wasser zu ziehen. Thorsten war in den letzten zwei Jahren fast inaktiv und ich freute mich richtig mit ihm am Abend ans Wasser zu gehen. Die Zeit bis abends wollte ich auch schon am Wasser nutzen und da es zu zweit deutlich mehr Spass macht, kam es mehr als gelegen als Kilian morgens anrief und sagte, dass sein Termin ausgefallen sei. So konnten wir zusammen losziehen und Kilian sein brandneues Belly zur Jungfernfahrt führen.

Schiffe klar machen

So kam es, dass wir uns gegen Mittag bei mir trafen, um unsere erste Belly-Tour zu unternehmen. Schnell alles in den Autos verstaut und ab durch ein Wirrwar an Umleitungen zum nahegelegenen Erlichsee. Dort angekommen haben wir natürlich erst mal die Bellys aufgebaut und eine Auswahl an kleinen Ködern, sowie den üblichen Kleinteilen, in den Taschen verstaut.
Ich war ein klein wenig schneller fertig und stach schon mal in das raue Erlichsee-Meer. Der erste Wurf mit der neuen Evergreen Pro Guidance 62 brachte gleich einen Kontakt. Ein kleiner Barsch hat sich für die Little Spider am C-Rig interessiert. Das Wasser war heute durch den Wind sehr aufgewühlt und ungewöhnlich trübe. Kilian hat seine Schwimmhilfe auch mittlerweile erobert, während ich mit dem zweiten oder dritten Wurf noch einen kleinen Barsch an den Haken bekam. “So kann es doch weitergehen” dachte ich mir. Die Barsche standen Oberflächennah, sodass wir auf Hardbaits umstellten und einige kleine und mittlere Punker an der Einstiegsstelle überlisten konnten. Kilian verlor noch einen besseren Fisch im Drill und kurz darauf war der Spass auch schon wieder vorbei. Die Fische schienen den Braten gerochen zu haben. Also teilten wir uns auf um einige Spots anzufischen und die Fische zu suchen, was zwar einige Barsche brachte aber nicht die erhoffte Größe.

Dreiundvierzig und bereits durch mit dem Laichen

Nachdem wir etwas Strecke gemacht hatten, paddelten wir zu einer kleinen Insel, die an einer Seite einen flachen Breich hat, der an einer Kante steil abfällt und außerdem ziemlich strukturreich ist. Da noch nicht sehr viele Pflanzen am Grund wachsen, fischte ich wieder mit dem C-Rig und Kilian versuchte es mit kleinen Hardbaits. Nach einer Weile ohne Biss wollten wir weiterziehen und ich machte noch einen letzten Wurf in etwas tieferes Wasser und fischte eine Kante hoch. Der Kontakt zum Köder war nicht sonderlich gut, da die Schnur über den Kopf der Kante zu liegen schien. Dennoch zuppelte ich das Rig weiter die Kante hoch und bemerkte einen leichten Widerstand. Aus Reflex habe ich angeschlagen und die Proguidance 62 war krumm. Kilian und ich schauten uns an und sagte beide im Chor: “Hecht”. Der Drill verlief reibungslos und ich bekam den Fisch das erste Mal zu sehen. Es war kein Hecht, sondern ein prächtiger Barsch. Die Bremse ging auf, die Pumpe begann schneller zu schlagen und Kilian suchte unruhig nach seiner Kamera. Nach einer letzten kräftigen Flucht konnte ich den Barsch landen. Nach ein paar Bildern fragte ich Kilian nach einem Maßband. Er hatte tatsächlich eins dabei. Als er das Maßband ausrollte sagte er: “Der hat 43!”. Und in der Tat – es waren genau 43 cm. Gutes Augenmaß! :)
Kilian war dem See gegenüber eher skeptisch eingestellt, was Barsche betrifft. Das liegt vor allem daran, dass er bisher bessere Hechte dort gefangen hat und gute Barsche eher selten sind. Und in der Tat sind sie in dem Tümpel sehr schwer auszumachen und zu fangen. Es gibt quasi keine richtigen Hotspots. Mal sind sie hier und mal dort. Die 40er purzeln dort nicht am laufenden Band, aber man hat die Chance auf einen. So kam es, dass ich in den letzten zwei Jahren keinen 40er in dem See gefangen habe und dieser Fisch mein größter Barsch aus diesem Gewässer ist.

Thorsten drillt endlich wieder

Im Anschluss war wieder Totentanz und wir machten uns langsam auf den Rückweg, um uns nach einem Döner um sechs Uhr mit Thorsten am Boot zu treffen. Als wir dort ankamen war Thorsten bereits da und machte gerade seinen ersten Wurf, welcher ihm gleich einen kleinen Barsch an die Leine brachte. Er hat also nichts verlernt und das Funkeln war gleich wieder in seinen Augen erkennbar. Schnell das Gerödel eingeladen, den Döner verspeist und zum zweiten Mal in See gestochen. Thorsten und Kilian versuchten ihr Glück, während ich mich als Rudersklave meldete, da ich eh schon mehr als zufrieden war. Thorsten bekam einen weiteren Biss, welcher sich als 60er Hecht entpuppte, der sofort schonend abgehakt werden konnte. Das Leuchten in Thorstens Augen wurde noch größer – einfach genial!
Es folgten noch einige weitere mittlere Barsche und viele Schnaken, bevor wir den Tag mit Einbruch der Dunkelheit zufrieden beendeten.




3 Kommentare zu “Mal selbst mit Flossen auf Flossenträger”

  1. Viva sagt:

    Cooler Trip!

    Petri zu den schönen Barsch Chris!

  2. Schniedel sagt:

    Petri nochmal zum Streifencarp. War ein lustiger Trip. Bellyboaten rockt total!

  3. Eclipse sagt:

    Ja, hat Spass gemacht. War sicher nicht der letzte BB-Trip! :)
    Schade, dass du heute wieder los musst.

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