“Schleppshot” Barsch aus dem hohen Norden
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“Schleppshot” Barsch aus dem hohen Norden
Im Freiwasser fressen sie große Köder
Halli Hallo liebe Leserinnen und Leser,
es ist relativ ruhig gewesen in letzter Zeit was mein Blog angeht. Das liegt daran, dass ich an der Uni recht viel um die Ohren habe und somit leider sehr wenig ans Wasser komme.
Am vergangenen Wochenende stattete ich Björn (Ronin) einen Besuch im hohen Norden ab. Wir hatten einige Dinge zu erledigen, aber Samstag sollte genügend Zeit sein, um den Tag auf dem Wasser zu verbringen. Frank (Windworrior) war so nett und lud uns auf sein Boot an einem der vielen Seen im “Moin-Sager-Land” ein. Um acht Uhr kamen wir am See an und Frank war gerade fertig geworden mit dem Ausschöpfen des Regenwassers aus dem Boot, so dass wir eigentlich nur noch schnell die Karten kaufen und einsteigen mussten. Service pur!
Frank steuerte direkt eine Stelle an, an der man eine Woche zuvor noch auf Barsche topwatern konnte. Der Wind blies allerdings sehr kräftig und der Topspot der Woche zuvor war an diesem Tag wie ausgestorben. Also ab zur nächsten Stelle – einem Barschberg in der Mitte des Sees. Dort fanden wir mit dem Echo auch gleich viele Futterfische und die Barsche ließen nicht lange auf sich warten. Die Schwierigkeit bestand darin die richtige Tiefe zu erwischen, denn am Grund kamen keine Bisse und an der Oberfläche auch nicht. Das lag daran, dass die Fische genau im Mittelwasser auf 5 bis 7 Metern standen. Tieflaufende Hardbaits und im Mittelwasser geführte Jigs brachten einige kleine und mittlere Barsche ans andere Ende der Leine. Der Wind hat weiter aufgefrischt und immer wieder löste sich der Anker vom Gewässergrund.
Nach einer Weile beschlossen wir einige windgeschützte Bereiche des Sees zu erkunden. Fischtechnisch nicht die allerbeste Entscheidung, wie sich später herausstellte. Frank musste über Mittag weg und als wir uns auf den Weg in Richtung Steg machten, fanden wir noch einen Spot, der einige weitere mittlere Barsche brachte.
Als Björn und ich den Frank dann am Auto abgesetzt hatten, beschlossen wir an das Westufer zu fahren, weil dort eine Steganlage ist, die auch hin und wieder ein paar schöne Barsche beherbergen soll. Bevor wir uns auf den Weg machten, musste allerdings am Kiosk noch ein Matjes-Brötchen und ein Stierbier als Wegzehrung geordert werden. Auf dem Weg zum Westufer sollte die Deps Slapshot einen Realiser hinter dem Boot herziehen während ich gemütlich das Brötchen vertilgte und an meinem Bier nuckelte. Björn steuerte das Boot und wir schauten auf das Echolot, ob etwas zu erkennen sei. Plötzlich gab es einen Biss über 11 Meter tiefem Wasser auf den Realiser. Ich hatte die Rute in der Hand, da Björn das Boot fuhr und ich stand sofort unter Adrenalin auf und sah in diesem Moment einen guten Barsch weit hinter dem Boot an die Wasseroberfläche kommen. Die Tatsache einen großen Barsch zu sehen lies die Pumpe noch mal schneller rennen. Der Drill gestaltete sich wenig spannend bis zum Boot, denn der Fisch schwamm quasi ohne Widerstand mit in die Richtung des Bootes. Zwischendurch dachte ich sogar kurz, der Fisch sei ausgestiegen. Am Boot angekommen gab es noch ein paar Fluchtversuche, welche ich mit dem Finger auf der Spule parierte, denn die brettharte Rute in Verbindung mit Geflecht födert bei Barschen nicht gerade die Quote der zu landenden Fische :)
Dann packte ich den Barsch bei der ersten Gelegenheit und hob ihn ins Boot. Die Erleichterung den Fisch sicher gelandet zu haben und die Freude über den schönen Barsch war bei uns beiden riesig. In Mitten des Sees haben wir sicher nicht mit einem Barsch auf Realiser gerechnet. Nach einigen Bildern durfte der Fisch wieder schwimmen.
Anschließend fuhren wir noch ein paar weitere Spots an und fanden noch eine richtig produktive Stelle in der Nähe einer Baches, welcher in den See mündete. Dort tobte das Wasser und man konnte mit den verschiedensten Ködern Barsche fangen. Kleine Minnows brachten bei fast jedem Wurf einen Fisch, sodass wir schnell auf große Köder umstellten, um zu versuchen auch die besseren Fische zu überlisten. Selbst den Balisong und große Cranks liefen wunderbar und brachten auch ein paar 30er ans Licht. Zeitweise trieben die Barsche die Futterfische zusammen und man konnte mit Pencilbaits, Poppern und anderen Topwaterbaits, wie den O.S.P. Bent Minnow, spannende Bisse verzeichnen. Den Drilling des lezteren Köders rammte mir ein Barsch beim Lösen dann noch schön in den Finger, was sich aber schnell wieder beheben lies.
Das sollte es für den Tag gewesen sein und wir machten uns auf den Rückweg. Insgeamt ein toller Tag auf dem Wasser mit vielen Fischen und der wiederentdeckten Freude am Fischen mit der Evergreen Dagger. Einfach eine wahnsinnig geile Rute.
Vielen Dank nochmals an Björn und Frank für den tollen Tag!
6 Kommentare zu ““Schleppshot” Barsch aus dem hohen Norden”
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War ein wirklich schöner Tag!
Nach den letzten Tagen konnte man sogar nochmal richtig Sonne tanken.
War wirklich witzig, nachdem im besagten Seeteil nur ein kleinerer Futterfischschwarm auf dem Echo zu sehen war, wurde eine große einzelne Sichel angezeigt, ich dachte noch vielleicht rummst es gleich und in dem Moment reißt Chris die Rute nach oben.
Nach drei Kurbelumdrehungen schreit er “OHHH, dicker Barsch” und ab da konnte ich Chris zusehen wie er auf Eiern stehend rsucht Elefanten zu jonglieren.
Bei der Combo hat man aber auch reichlich Schiss den Barsch zu verlieren.
Nochmals ein dickes Danke an Frank für die Unterstützung!!!
Schleppen zählt nicht! ;D
Gut gemacht Dudes!
Petri zu den Barschis und der geschleppten Murmel. Aber was ist denn das fürn Stecken im orangenen Tarnlook?
Björn’s Jackson Rute :D
Is irgend so eine Lamiglas Glasrute. Leuchtet heftig, ne? :)
Hallo, so macht doch Barsche zocken Spaß, Gruß Peter und Petri Heil