50 UP! Dicker Barsch aus neuem Gewässer.
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50 UP! Dicker Barsch aus neuem Gewässer.
Neuer PB an neuem Gewässer!
Guten Abend liebe Leser!
Gestern Abend holte ich mir die Karte für ein für mich neues Gewässer – den Elfrather See in der Nähe von Krefeld. Der See liegt quasi vor der Haustüre der Firma und das macht ihn natürlich zum perfekten Gewässer für einige Würfe nach Feierabend. Der See hat eine ziemlich eigenartige und sehr künstlich wirkende Form. Er ist extrem lang und wird als Regattastecke genutzt. Man hat also ziemlich viele Boote vor sich rumschippern, wenn man am fischen ist, was zeitweise schon auf die Nerven gehen kann. Das Ufer ist fast überall ähnlich beschaffen und interessante Uferstruktuen findet man nur wenige. Der Gewässergrund hingegen hat einiges an Struktur zu bieten.
Als ich gestern Abend gute zwei Stunden an dem Gewässer verbrachte wurde schnell klar, dass man sich vorher entscheiden sollte mit was man fischt und was man alles mitnimmt, denn man hat einiges an Strecke zu Fuß zurückzulegen, da das Angeln vom Boot aus nicht erlaubt ist und es nur wenige Parkplätze um den See herum gibt. Nachdem mein Rucksack gestern extrem schwer war sagte ich mir, dass ich beim nächsten Mal nur noch eine Hand voll Köder und eine Rute mitnehme.
Da ich heute nicht vor hatte ans Wasser zu gehen lud ich nach dem Trip gestern das ganze Tackle aus dem Auto. Heute war aber der Drang schon wieder so groß das neue Gewässer weiter zu erforschen und das Wetter war so schön, dass ich nicht anders konnte, als nach Feierabend schnell das Tackle zu holen und mich auf den Weg zum See zu machen. Die Burroughs 66MH mit zwei Prop Jigs und einigen Jigs sollte heute mit auf den Weg, um den Gewässergrund ein wenig besser lesen zu können.
Heute war ein anderer Abschnitt des Sees dran und ich klopfte ziemlich viel Fläche ab, bis ich schließlich am Südende des Sees angekommen war. Dort hatte ich plötzlich einen Barsch-Nachläufer auf den Prop Jig mit Shudderbait Trailer. “Mutig!” dachte ich mir und montierte einen kleineren Jig und bekam einen Biss, der nicht hängen bleiben wollte. Danach war Totenstille an dem Spot und es wurde langsam dunkel. Ich machte mich also auf den Rückweg und wollte noch an einem Spot vorbeischauen, den ich vorhin ganz interessant fand, aber noch nicht befischt werden konnte, da dort gefühlte 20 Hunde badeten. Auf dem Rückweg wechselte ich auf Little Spider am Jig und wieder tat sich nichts. Etwas mehr Aktion des Köders könnte nicht schaden dachte ich mir, nachdem mit meinen Krebsen nichts ging und fand einen Molix Vis Shad im Rucksack. Schnell war er auf dem Jig montiert und weiter ging es. Auch auf diesen Köder schienen die Fische im Elfrather See nicht zu stehen. Dabei wünschte ich mir doch nichts mehr als einen dieser zitternden Barschbisse, die ich nach dem langen Winter so vermisste.
Als ich an dem Spot ankam, den ich wegen akuter Hundeüberfüllung auf dem Hinweg nicht abfischen konnte, wechselte ich noch mal für ein paar letzte Würfe auf Little Spider und entfernte das Titan Vorfach. Es war schon dunkel und ich hatte irgendwie im Gefühl einen guten Spot vor mir zu haben, aber der Köder passte nicht so recht. Der Vis Shad musste noch mal für einen der obligatorischen letzen Würfe herhalten und WUUUUMMM! Biss…
Da ich kein Titan mehr als Vorfach am Köder hatte, pullte ich den Fisch ran als gäbe es kein Morgen mehr, um einen vermeidlichen Hecht möglichst schnell landen zu können. Im Drill spürte ich dann aber, dass es sich wohl um keinen Hecht handelt, denn irgendwas war anders, wenngleich der Druck nicht schlecht war. Dennoch war der Fisch innerhalb von ein paar Sekunden am Ufer und ich konnte im Halbdunkel die Silouhette eines mächtigen Barsches erkennen. Mein Herz fing an schneller zu schlagen und ich hatte die Bilder vor Augen von einem guten Barsch von Simon, den ich letztes Jahr beim landen verloren habe. Ich habe die Bremse der AE74 etwas auf gemacht und anschließend beherzt in das Maul des Barsches gegriffen. Da hatte ich ihn – meinen neuen PB – so viel war klar. Ein Freudenschrei ertönte über den ruhigen See und ich betrachtete kurz und voller Freude was ich in meinen Händen hielt.
Natürlich wollte ich den Augenblick mit einem Bild festhalten, holte die DSLR aus meinem Rucksack und stellte sie für ein Bild mit Selbstauslöder auf. Drei, zwei, eins Blitz. Akku leer! Der nächste Schrei ertönte über den See. Das Handy musste also herhalten und die Bilder sind natürlich entsprechend nicht die Besten.
Zum Glück hatte ich ein Maßband dabei, welches mir half die Länge zu bestimmen. 50cm! Den PB um weiten getoppt und ich glaube fast, dass es schwer wird den neuen so schnell zu knacken.
Der Fisch hat wohl abgelaicht, denn der Bauch war nicht sonderlich prall. Eine Schönheit habe ich da auch nicht gefangen, aber wer so viele Jahre auf dem Buckel hat darf auch etwas zernagt aussehen :)
Over and out! Gute Nacht!
9 Kommentare zu “50 UP! Dicker Barsch aus neuem Gewässer.”
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Fettes Petri! Auf die Erde mit dem Burschen finde ich trotzdem total Scheiße!
Hey René!
Das war der einzige Fleck, der gerade war und wo etwas Gras wuchs. Der Fisch musste auf jeden Fall gemessen werden und liegt außerdem mit dem Großteil der Seite auf dem Maßband.
Danke für die vielen Petris!
Der Barsch liegt doch mit der Auflagefläche seiner Flanke genau auf dem Massband, also what?????
Glückwunsch zum ersten 50er !
Meinen PB durfte ich damals auch im Dunkeln, ausgestattet mit “analogem” Foto-Handy, fangen… C’est la vie^^
Wow! Was ein langer Lulatsch!
Petri zur erfolgreichen Landung =)
Wow Chris, wahnsinns Barsch! Gut gemacht!
Nicht schön, aber schön groß! Da haste ne nette Barschoma aus dem Tümpel gezogen, ganz dickes Petri.
Petri Chris und das bei mir ums Eck :).
Die Tage mal treffen? Wenn du Abends mal langeweile hast und was “Trinken” gehen möchtest oderso könnte ich nach Krefeld kommen. Das ist gerade mal 10 min von mir weg.
Grüße
Bravo!
Mit so nem scheiss Köder eine umso größere Leistung! ;)