Vom Winde verweht
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Vom Winde verweht
In letzter Zeit bin ich sehr oft an meinem Hausgewässer dem Rhein gewesen und sehnte mich mal wieder nach etwas Abwechslung. Also habe ich Chris gefragt, ob ich mir, zusammen mit meinem Kumpel Max, sein Boot für einen Tag leihen könnte.
Da er nichts dagegen hatte, nochmals danke an dieser Stelle, ging es so gegen 11 Uhr an dessen Hausgewässer. Dort angekommen beluden wir schnell den Kahn und fuhren los. Max montierte einen 130er Rip Rizer und ich wollte es vorerst mit Spinnerbaits probieren.Es dauerte nicht allzu lange bis Max einen Abnehmer für seinen Bait gefunden hatte und ein ca. 50er Hechtchen konnte außenbords vom Haken befreit werden. Im Voraus hatten wir uns überlegt das Ufer des Sees ein Mal komplett abzufischen, was sich aber auf Grund des immer stärker werdenden Windes als teilweise fast unmöglich erwies. Beim Überrudern eines Abschnittes mit Gegenwind, warfen wir eher spaßeshalber den Rip Rizer hinters Boot und keine 20 Meter weiter zuckte es merkwürdig an der Spitze. Im festen Glauben eine Wasserpflanze gehakt zu haben, kurbelte Max das vermeintliche Grünzeug ans Boot, wo langsam etwas Bewegung ins Gemüse kam und ein schöner mitt 60er Hecht zwischen einem Haufen Blätter hervorlugte. Nach einem kurzen Fotoshoot konnte wir ihn unverletzt seinem Element übergeben.
Beide etwas überrascht vom frühzeitigen Erfolg fischten wir wieder konzentriet die Krautkanten ab. Jetzt schlug die Stunde meines Tsunekichi Spinnerbaits. Nach ein paar kleinen Barschen konnte ich ein 50er Hechtchen landen, welches den Skirt des Spinnerbaits ganz schön malträtierte und die Hälfte der Franzen glitzernd zum Gewässergrund trudeln ließ. Offenbar störte das den folgenden Hecht nicht am Zupacken und nach erfolgreicher Landung konnte ich einen 72er Hecht in die Kamera halten, über welchen ich mich sehr freute, stellte er doch den größten Fang dar, den ich bisher auf Spinnerbaits landen konnte.
Überhaupt hat sich dieser Ködertyp in den 4 Wochen seit ich Spinnerbaits fische, schon einen festen Platz im Snap erkämpft und bewährt sich bei mir vorallem dann, wenn die Hechte im Kraut stehen und keine Lust haben sich einen am Krautfeld vorbei gezogenen Hardbait zu schnappen. Einziger Wermutstropfen ist zumindest bei mir immer noch die recht hohe Fehlbiss- und Aussteigerquote. Um dieser zu begegnen, werde ich mir wohl einen “japanischen” Anhieb angewöhnen oder auf Braid umstellen müssen. Ich hoffe zumindest, dass sich so dieses Problem beheben lässt, denn auch an diesem Tag gingen mir 4 teils schöne Hechte im Drill verloren.
Ein paar Minuten später beendete dann ein weiterer 50er Hecht das kurze, aber erfolgreiche Leben meines Tsunekichi Lures, in dem dieser während des Drills die Drahtachse in der Mitte zerpflückte. Zum Glück konnte ich den Frechdachs noch landen und von seinem Anhängsel befreien. Nun bekam also zwangsläufig der nächste Kandidat aus meiner Box eine Chance, wobei meine Wahl auf einen OSP High Pitcher mit einem silbernem und einem goldenen Blatt viel. Dieser brachte dann nach einer 2 stündigen Beißflaute, gegen Abend noch ein paar Barsche und 2 50er Hechtchen. Bei Max, der fast die ganze Zeit tapfer mit seinem Hardbait durchgefischt hatte, kam dann doch so langsam etwas Frustration auf, denn außer einem 25er Barsch, hatte sich stundenlang kein Fisch für sein Angebot interessiert. In der Dämmerung ließ er sich dann doch noch dazu überreden einem Spinnerbait eine Chance zu geben und kurze Zeit später konnte auch er einen mitte 50er Hecht landen. Danach beendeten wir einen schönen, aber sehr windigen Angeltag.
Fazit:
An diesem Tag dominierten die Spinnerbaits klar das Fanggeschehen, aber ich bin schon auf weitere Duelle zwischen Hardbaits und den befusselten Blechlures gespannt.
4 Kommentare zu “Vom Winde verweht”
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Tsunekichi rockt!
TL
KMB
Sauber! Freu mich, dass ihr nen tollen Tag auf dem See hattet :)
Aubacke :) Bie Bilder bitte auf 640*480 bringen Kilian ^^
Bilder sind verkleinert, leider sind die Fische dabei nicht größer geworden :).