Bassfishing am Luganer See im April 2009

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Bassfishing am Luganer See im April 2009

Bassfishing am Luganer See im April 2009

Nice weather, perfect food, good friends, a hot ride and some beautiful Bass!

Am 08. April war es endlich soweit – es sollte zusammen mit Brigitte und Chris in Richtung Süden gehen. Genauer gesagt wollten wir den Luganer See zusammen mit Elio unsicher machen und so starteten wir am Donnerstag- morgen um rechtzeitig an der Slipstelle anzukommen. Der Plan war die Tankstelle in der Nähe von Chris aufzusuchen, wo man mit der EC Karte tanken kann. Blöderweise war der Automat defekt und wir haben gefühlte 100 Tankstellen abgefahren bis wir endlich starten konnten.

Nach einer relativ kurzen Autofahrt von 6 Stunden trafen wir am frühen Morgen an der Slipstelle ein.
Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, keine Wolke am Himmel, nur ein kleines Lüftchen wehte. Da wir noch ein wenig Zeit hatten, bauten wir unser Tackle zusammen. Natürlich hatten wir wie immer viel zu viel dabei.

Mit dieser Nussschale macht Bassfischn doppelten Spass :)

Mit dieser Nussschale macht Bassfischn doppelten Spass :)

Von weitem konnten wir einen schnellen, roten Pfeil wahrnehmen, welchem eine recht große Wasserfontaine folgte. Das muss wohl Elio mit seinem Nitro Z6 sein! Tatsächlich, es war Elio, er war noch eben die Lizenzen für uns besorgen. Nach einer kurzen aber herzlichen Begrüßung packten wir das Boot mit unserem Tackle voll und das Abenteuer konnte beginnen.

Wir waren mutig und zogen leider einen Pulli an und Elio fragte noch ob wir nicht noch was überziehen möchten. Wir verneinten und schon ging es mit 150 PS los in Richtung ersten Spot. Spätestens jetzt wussten wir warum Elio uns ans Herz legte noch eine Jacke mitzunehmen.

Als wir am ersten Spot auf das Echolot schauten und eine Wassertemperatur von 14,5 Grad sahen, waren wir voller Euphorie. Schon einen kurzen Augenblick später ruckte es in Elio´s Schnur. Nach einem heftig Anschlag und kurzem Drill landete der erste Bass unserer Tour im Boot. Ein paar Fotos später durfte der Bass wieder schwimmen. Bis zum Mittagessen wechselten wir die Spots noch mehrfach, aber kein Fisch wollte das Boot von innen sehen.

Der erste Bass von Chris an der Daiko BRSC-66MH mit DC 101

Der erste Bass von Chris an der Daiko BRSC-66MH mit DC 101

Nachdem typischen Italienischen Mittagsessen mit leckeren Nudeln und Steinpilzen ging es wieder auf das Wasser zurück. Wir fischten einen schön anzusehenden Spot als ich aus dem Augenwinkel beobachtete wie Elio ein paar schöne Fische ausmachte. Er machte einen guten Pitch ins Cover und beobachtete die Fische.
Auf einmal schlug er heftig an. Jedoch stieg der Bass nach einem kurzen Drill wieder aus.
Chris nutzte die Situation und machte einen perfekten Pitch zum Schwarm…BÄÄÄM! Endlich blieb ein Fisch hängen. Nach einem knackigen Drill landete Chris seinen ersten Lugano-Bass auf einen Jig mit einem Tsunekichi Trailer. Wir machten wie folgt ein paar Fotos und ließen den Fisch von 1,9 Kilo wieder in sein nasses Element.

Ein genialer Fisch, der direkt unter einem Baum stand

Ein genialer Fisch, der direkt unter einem Baum stand

Wir wechselten am späten Nachmittag noch mal den Spot. Elio sagte zu uns, hier könnten wir mit schönen Fischen rechnen. Wir fischten das Stück einmal runter, leider konnte ich nur einen Aussteiger verbuchen. Daher schlug ich Elio vor noch mal hoch zu fischen. Dies war wohl ein guter Vorschlag…
Denn im zweiten Baum hakte Elio einen richtig guten Fisch. Dieser Fisch lies die „Egoist“ ziemlich krumm erscheinen. Als der Fisch die Oberfläche durchbrach, sagte ich nur „ Over 2,5 Kilo…“. Ich kniete mich hin und landete den Fisch. Wir waren völlig außer uns und freuten uns über diesen Fisch. Die Wage zeigte 2,60 Kilo an. Dies bedeutete für Elio, dass er gerade sein Lakerecord von 2,50 Kilo gebrochen hatte. Danach saßen wir ein paar Minuten im Boot, ohne ein Wort und ließen dieses Moment Revue passieren.
Danach tat sich leider bis zum Abend nichts mehr!

Am nächsten Morgen hatten wir einen Hauch von nichts zum Frühstück in unserem Hotel. Und um 9 Uhr sollten wir wieder auf dem Wasser sein. Das Wetter wollte uns auch heute nicht enttäuschen. Der See war einem Ententeich gleichzusetzen, nur ein bisschen größer.

Dieser Bass pfiff sich einen Deathadder Grub am Jig rein und wir hofften auf einen tollen Tag

Dieser Bass pfiff sich einen Deathadder Grub am Jig rein und wir hofften auf einen tollen Tag

Nach einer kurzen Fahrt, stoppten wir in einem Hafen. Einige würfe später konnte Chris den ersten Biss des Tages verwandeln und landete einen Fisch von etwa 1,8 Kilo. Gebissen hat dieses schöne Tier an der Uferseite eines Steges auf einen Deathadder Grub am Jig. Leider blieb dies erst mal der einzige Fisch bis zum Mittagessen.
Nach einer kleinen Stärkung, fuhren wir einen Spot an, an dem wir am ersten Tag viele Nachläufer auf Spinnerbait hatten. Ich konnte recht schnell einen Biss verhandeln und hoffte auf den ersten Bass dieser Tour. Doch „leider“ war es nur eine Forelle, welche auf mein Riprizer 90 reinfiel. Ein schöner Fisch, doch ich war hier um Bass zu fangen. An diesem Spot tat sich dann erst mal überhaupt nichts mehr. Daher schlug Elio vor an den Spot zu fahren, wo Chris gestern seinen Bass gefangen hatte. Elio legte den Hebel um und wir flogen mit 90 Sachen über das Wasser. Dort angekommen, fischten wir das Schilf ab und sahen auch ein paar Bass, doch keiner hatte Interesse an unseren Jigs. Als wir an dem Schilfgürtel vorbeikamen, wo Chris gestern erfolgreich war, pitchte Chris seinen Jigs wieder an die Stelle und bekam prompt einen harten Biss. Er zerrte den Bass aus dem Cover und landete den Bass erfolgreich. Er lachte über beide Ohren, da er nicht fassen konnte, dass er zwei Tage hintereinander zwei Bass an der ein und selben Stelle überlisten konnte.

Elio bei der Verabschiedung seiner 2,7 Kilo Mama

Elio bei der Verabschiedung seiner 2,8 Kilo Mama

Da sich danach an dem Spot nichts mehr tat, wechselten wir erneut. Elio wollte zu einem Uferabschnitt, in dem sehr viele Bäume senkrecht im Wasser liegen. Nach kurzem Takeoff waren wir auch schon wieder an der Stelle der Wahl. Am ersten Baum angekommen, zeigte Chris mit seiner Rutenspitze in den ersten Baum und meinte einen großen Bass gesehen zu haben, doch Elio meinte „Noo, small Carp..“ und drehte sich weg. Doch Elio wollte doch ein Wurf auf den vermeintlichen Karpfen machen. Der Jig kam auf und der Fisch schwamm direkt ins tiefe Wasser um den Jig zu verfolgen, als plötzlich die Schnur zur Seite wegging. Elio konterte mit einem heftigen Anhieb und meinte es sei ein besserer Fisch. Wenige Sekunden später durchbrach der Fisch die Oberfläche. Uns allen blieb die Spucke im Hals hängen und wussten direkt, dass dies ein sehr gutes Exemplar ist. Nun musste alles ganz schnell gehen. Ich legte mich auf den Boden und griff nach dem riesigen Maul. Ein Jubelschrei ging durchs Boot und die gesamte Umgebung. Wir waren einfach nur euphorisch und total begeistert von diesem Fisch und nach einer Runde “high five” wollten wir wissen, was dieser große Bass wiegt. Schnell griff ich nach der Waage, um zu sehen ob Elio eventuell sein Lakerecord schon wieder gebrochen hatte. Tatsächlich, der Fisch brachte ganze 2,7 Kilo auf die Waage. Unglaublich – er hatte in zwei Tagen, zweimal seinen Rekord geknackt.
Ich machte ein paar Erinnerungsfotos und Elio ließ den Fisch wieder zurück ins Wasser.
Wir fischten noch ein wenig weiter, jedoch eher halbherzig, da wir nur noch von dem dicken Fisch träumten. Bis zum Abend tat sich auch nichts und wir beschlossen abzubrechen.

Der Deathadder scheint ziemlich realistisch zu wirken :)

Der Deathadder scheint ziemlich realistisch zu wirken :)

Am dritten Tag nahmen wir wieder ein kleines Frühstück zu uns und fuhren ans Wasser. Elio ist vorgefahren um das Boot schon mal alleine zu slippen. Er wollte so Zeit für das Fischen sparen. Elio wollte heute mal einen ganzen neuen Spot probieren. An diesem Spot war ich auch recht erfolgreich. Auf meinen Deathadder Hog stieg ein schöner Krebs ein. Ich vermute mal, dass er sich mit meinem Hog paaren wollte. ;-)
Mehr gab es an diesem Spot leider nicht zu holen. Der nächste Spot sollte es aber bringen. Er sah fantastisch aus, ein kleiner Bach lief in den See hinein. Außerdem ging dort eine Kante steil runter auf etwa 4 Meter. Dies hieß für Elio und mich Zeit für ein Crank- und Spinnerbait. Chris blieb jedoch bei seinem Jig, was sich auch als eine gute Entscheidung erwies. Er bekam prompt einen guten Biss. Leider stieg der Bass an einem Sprung wieder aus. Aber zurück zu den Crank- und Spinnerbaits. Elio und ich pfefferten die Cranks und Spinnerbaits immer wieder voll raus.

Auch mit Spinnerbaits lies sich der ein oder andere schöne Bass bitten

Auch mit Spinnerbaits lies sich der ein oder andere schöne Bass bitten

Nach langer Zeit knallte es endlich wieder in Elio´s Rute. Ein schöner Bass von rund 2 Kilo vergriff sich an einem Molix – Spinnerbait. Wie immer ein paar Fotos und zurück ins nasse Kühl. Direkt danach wechselte ich auch auf ein Spinnerbait und Elio nahm sofort die Combo mit dem Combat Crank 250, die ich zuvor gefischt hatte. Chris machte mittlerweile eine kleine Pause und breitete sich auf den 3 Sitzen des Bootes bisschen aus um ein wenig zu filmen. Wir hatten ziemliches Glück, denn genau in diesem Moment, bekam er ein schönen Fisch auf den Crank und ein Tanz begann an der Super Nova 66. Wie immer assistierte ich bei der Landung und schoss ein paar Fotos.
Später nahm ich mir wieder die Glassrute und versuchte mein Glück mit dem Combat Crank 250. Es dauerte auch nicht lange bis sich ein Fisch an ihm vergriff. Nach einem kurzen Augenblick habe ich schon gemerkt, dass es kein Bass sein kann. Das wird wohl ein Zander sein, sagte ich. Denn der Luganer See beherbergt extrem viele und große Zander. Recht hatte ich, ein schöner und fast schon schwarzer Zander ging mir ins Netz. Da die Zander in der Laichzeit waren, ging er auch unverzüglich wieder zurück.

Finally made it!

Finally made it!

An diesem Spot hatten wir schon zu viel Radau gemacht, daher ging es wieder an den Spot an dem Chris die Tage zuvor zwei Bass gefangen hatte. Am Spot angekommen, machte ich einen langen Wurf um meine Schnur zu strecken und warf mir direkt eine riesige Perücke. Chris war so nett und wollte sie mir befreien. In dieser Zeit griff ich zu seiner Daiko Burroughs + 101DC Combo und wollte sie mal ein wenig testen. Zwei Würfe später hing endlich mein erster Bass des Trips am Ende der Leine. Es war kein Riese, aber das war mir auch egal. Der Tag war für mich gerettet, denn nach so ziemlich allen Fischarten in dem See war der Bann gebrochen und mein erster Bass im Boot. Leider habe ich am nächsten Spot noch einen Bass von 2+ Kilo verloren. Er stieg bei der Landung aus.
Am Abend sind wir dann nach Varese gefahren um ein paar Freunde von Elio zu treffen.
Wir haben erst lecker gespeist und sind dann in die Stadt gegangen, um die Bars ein wenig unsicher zu machen. Es war ein großartiger Abend und nachdem Chris anfing italienisch zu lernen und alle auf der Straße feierten, stellte sich heraus, dass doch der ein oder andere ein oder zwei Gläser zu viel intus hatte.

Tiefschwarzer Zander vom Lake Lugano

Tiefschwarzer Zander vom Lake Lugano

Nach einer kurzen Nacht wollten wir es heute am letzten Tag noch mal so richtig angreifen. Wie jeden Morgen gab es erst mal Frühstück. Gegen 11 Uhr waren wir dann endlich auf dem Wasser. Nach kurzer Überlegung an welchen Spot wir fahren, legte Elio den Hebel um und los ging der Ritt mit 90 km/h über das unruhige Wasser. Dort angekommen dauerte auch nicht lange bis Chris und Elio jeweils zwei kleine Zander von ihren Jig´s überzeugen konnten.
Wir wechselten den Spot, da diese Stelle anscheinend voll von Laichzandern war. Chris schlug vor, den Spot anzufahren, an dem Elio gestern ein Bass und ich ein Zander überlisten konnte. Da er nicht weit entfernt war, dauerte die Fahrt nur etwa 3 Minuten. Chris und ich machten dort erst mal eine kleine Pause und tranken erstmal ein Konterbier um das miese Gefühl ertragen zu können. Elio fischte währenddessen eifrig weiter und wurde auch belohnt. Er konnte einen schönen Zander von ca. 80 cm auf den Combat Crank 250 fangen.

Brigitte bereit für den Heimweg

Brigitte bereit für den Heimweg

Da uns die Zeit davon lief, wollte Elio mit uns noch nach Melide fahren. Die Tage zuvor haben wir dort unter dem Steg des Schwimmbades bestimmt 30 Bass gesehen, jedoch konnte keiner von unseren Ködern überzeugt werden. Heute wollten wir versuchen dieses Gebiet mit Jerks und Spinnerbaits zu befischen. Leider hagelte es nur Nachläufer.
Als wir Melide verließen, wurde die Struktur des Sees anders. Es gab viele Sträucher, Bäume und Felswände. An der letzten Stelle des Trips, konnte Elio noch mal zwei Bass fangen. Einen konnte er in „Imae-Manier“ aus einem Baum zerren. Chris und ich konnten uns nur noch ansehen und dachten wohl beide das gleiche: “Wir sind im Himmel!”
Wir fuhren zurück, wo Brigitte schon mit dem gepackten Auto auf uns wartete. Zum Schluss halfen wir Elio noch beim Slippen und bedankten uns für alles.
Wir haben ihm aber gesagt, dass wir bald wieder kommen werden, denn lange werden wir es nicht aushalten können.

Wir machten uns auf dem Rückweg und hielten noch schnell bei McDonalds an um uns für die Rückfahrt zu stärken. Gegen 24 Uhr trafen wir in Waghäusel ein und fielen direkt todmüde ins Bett, wo wir auch noch lange von diesem Trip träumten!

Danke noch mal an Brigitte, Elio und Chris für schöne, aber leider zu kurze, Zeit in Lugano.
Ich hoffe wir werden das Ganze bald wiederholen!

Tight Lines,
Julian

Weitere Bilder von diesem Trip findest Du in der Bildergalerie.




12 Kommentare zu “Bassfishing am Luganer See im April 2009”

  1. Eclipse sagt:

    For what? :)

    Ich will umgehend zurück nach dort! Kann nicht mal einer das Beamen erfinden?

    Chris

  2. Hoppes sagt:

    der pure Neid detoniert in meiner Magengegend.
    Erinner mich daran dir nächstes Mal eine reinzuhauen! ;o)
    Aber geiler Shize….verdammt ich will auch dahin

  3. Hoppes sagt:

    ups…jetzt hab ich mit 2 Sternen gewertet ^^
    War ein Versehen. Naja, aber verdient habt ihr es ja ;)

  4. panus sagt:

    Sehr schön, da ist der lang erwartete Bericht. Bin ebenfalls auf den Geschmack gekommen, aber mein Beamer streikt gerade…

    TL,

    Rainer

  5. Viva sagt:

    Cooler Bericht Julian!

  6. Albrecht sagt:

    Klingt nach einem lässigen Ausflug!

  7. Ronin sagt:

    Damn!!!

    Und ich Idiot bin nicht mitgefahren.

    Schöner Bericht der dafür sorge trägt dass ich beim nächsten Mal mit am Start bin ;)

  8. Wataru sagt:

    Hi nice to meet you
    im from japan

    i checked Daiko website.
    at the time, i saw your photo on the site.

    i wanna get daiko’s rod !

  9. Eclipse sagt:

    Ich kann diese Bilder von Schwarzbarschen auf der Startseite bald nicht mehr ertragen :)

    Ich verspüre dann immer ein “bisschen” Frust, dass ich nicht dort bin…

    Chris

  10. Julian sagt:

    Tja, da bist Du wohl nicht der Einzige der gerne wieder dahin möcht… :-)

    @ All
    Danke nochmal für das positive Feedback!

    Tight Lines,
    Jules

  11. Eclipse sagt:

    Oh Mann, ich muss wieder nach Lugano!!!

  12. JPTacklefreak sagt:

    Schicker report Julian.
    Wäre cool wenn das mit Lugano nächstes Jahr hinhaut! ;)

    TL,
    Leo

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