Das 1. offizielle Moveyourbait Forentreffen…
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Das 1. offizielle Moveyourbait Forentreffen…
...am Edersee!
Nun ist es soweit, das erste MYB Forumstreffen ist Geschichte. Vom 17. bist 19. April trafen wir, das sind Matthias, Fabian, Dirty Sanchez, Eclipse, Dreamcatcher, fishingchamp und ich, uns am Edersee, um die Raubfischsaison 2009 einzuläuten. Trotz nicht gerade tollen Wetteraussichten freute ich mich tierisch auf das Treffen.
Am Freitag um 8 Uhr früh ging es los. Bei strömendem Regen machte ich mich von Amberg aus auf den Weg in Richtung Edersee. Da mein Ziel gut 370 Kilometer entfernt liegt machte ich mir Hoffnung, dass das Wetter im Edertal beständiger sein könnte. Pünktlich um 12 Uhr kam ich am Ederpond an und meine Hoffnungen schienen sich erfüllt zu haben. Bewölkter Himmel, etwas Nieselregen und kaum Wind ließen mich aufatmen. Moni vom gleichnamigen Bootsverleih empfing mich freundlich und wir klärten alle Formalitäten rund ums Boot und ich bekam meine Erlaubnisscheine.
Nachdem alles geklärt war, wollte ich mich ans montieren meiner Ruten machen, als Matthias und Fabian mir entgegen kamen. Es wurde sich kurz begrüßt und schnell die Taktik für den vor uns liegenden See besprochen. Ich beschloss erst einmal die Bootstege am gegenüberliegenden Ufer abzusuchen und mich dann zum Waldecker Strandbad vorzufischen. Fabian und Matthias wollten gleich die etwas flacheren Bereiche aufsuchen und so trennten wir uns vorübergehend. Nachdem alle Ruten montiert und das Boot beladen war, schipperte ich in Richtung gegenüber liegendes Ufer.
Ich hatte gerade gefühlte 10 Meter zurückgelegt, als der Wind deutlich auffrischte und es zu Regnen begann. Soviel zum Thema beständiges Wetter. Dank Rückenwind und stufenlosregelbaren 500 Watt Motor, gelang ich recht zügig an den ausgesuchten Spot. Das Abfischen der Uferzone und der Stege erwies sich als äußerst nervenaufreibend, da einem der Wind ständig in die Bäume trieb. Genau als ich wieder einmal unter einen Baum schipperte und mit dem Gashebel in der Rechten und die Rute in der linken Hand meinen Kurs korrigieren wollte, bekam ich einen schönen Biss auf die 3,5“ Little Spider am 3/8oz. Keitech Kopf.
Unglücklicherweise endete der Anschlag nach wenigen Zentimeter im Astwerk des Baumes über mir. Die ersten Flüche schalten über den See. Als der Wind weiter auffrischte, hatte ein Weiterfischen an dieser Uferseite keinen Sinn mehr und so beschloss ich einen windgeschützten Bereich aufzusuchen. Nachdem das Wetter während der Fahrt immer schlechter wurde und ich mit dem Boot kaum noch vorwärts kam, sank meine Stimmung auf den Nullpunkt. Ich war schon kurz davor aufzugeben und das Boot zurück zu Moni’s Steg zu bringen, als ich mich etwas motivierte und mich in der Nähe der Waldecker Fährenanlegestelle festmachte und selbige abfischte. Ich hatte diese Stelle noch vom letzten Treffen gut in Erinnerung, da sie für einige schöne Barsche gut war. Nachdem sich das Wetter langsam besserte und sich an dem Anlegeplatz nichts tat, beschloss ich das nahe gelegene Strandbad abzudriften, was sich als gute Entscheidung herausstellen sollte. Mit dem Super Killer Bill von Imakatsu war fast jeder Wurf ein Treffer und ich konnte ca. 15 Barsche innerhalb kürzester Zeit landen. Zwar allesamt keine Riesen, trotzdem waren sie wie Balsam auf meine vom Wetter geschundenen Anglerseele.
Da dieser Spot zwar von der Menge her interessant war, aber leider nicht die großen Fische ausspuckte, versuchte ich mein Glück nun in einer kleinen Bucht in der Nähe von Moni’s Bootsverleih. Die Bucht liegt strategisch günstig, da es mittlerweile schon spät war und ich mein Boot bald zurückgeben musste. Während ich diesen Spot abfischte, trieb mich der Wind ans Ufer und ich hatte so die Möglichkeit, zwischen einen nahe gelegenen, halb versunkenen Busch und dem Ufer zu werfen. Genau auf Höhe des Busches, bekam ich auf die litte Spider einen schönen Biss. Kurz darauf zeigte ein ca. 70 cm Hecht ohne viel Gegenwehr neben dem Boot Flanke. Gerade als ich den Kiemengriff ansetzten wollte, drehte sich der Hecht ein letztes Mal und nun rächte es sich, das ich kein Vorfach verwendet hatte. Obwohl der Köder ganz vorne im Maul saß, durchschnitt er meine Schnur. Die für den heutigen Tag vorerst letzten Flüche schallten über den See, denn es war Zeit das Boot zu Moni zurück zu bringen.
Chris (Eclipse) teilte mir über Telefon mit das sie wegen Stau wohl später eintreffen werden und so beschlossen wir schon mal unsere Zimmer im Hotel zu beziehen. Gegen 21 Uhr traf dann der Rest der Truppe ein, bestehend aus Eclipse, Dreamcatcher, DirtySanchez und fishingchamp. Wir verstauten die nicht unerhebliche Masse an Tackle in den verschiedenen Zimmern. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotelinternen Restaurant erzählten wir den Neuankömmlingen von den Fängen und hofften allesamt auf besseres Wetter. Wir gingen alle relativ zeitig ins Bett, um am nächsten Tag so früh wie möglich auf dem Wasser zu sein.
Tag 2: Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns gegen 7 Uhr, früher konnten wir die Boote leider nicht haben, auf den Weg zu Monis Bootssteg. Die Nachzügler mussten sich noch um Boote und Erlaubnisscheine kümmern, danach wurden Unmengen an Tackle verstaut und wir schipperten los.
Die Bootsverteilung war wie folgt:
Sascha (Dirty Sanchez) / Ich, Nils (Dreamcatcher) / Felix (fishingchamp) und Fabian und Matthias. Chris (Eclipse) bestritt den Samstag alleine auf dem Boot. Ich erzählte Sascha von den Stückzahlen, die ich am Strandbad erbeuten konnte und so beschlossen wir zum Aufwärmen erst einmal wieder dort hin zu fahren. Die Situation war wie an dem Tag zuvor, wir konnten wieder viele Barsche überlisten allerdings waren nur wenige gute Fische dabei.
Anders als am vorherigen Tag liefen Hardbaits dieses mal nicht gut, da die Fische tiefer standen als noch am Tag zuvor. Sascha hatte den richtigen Riecher und versuchte es mit einer Art „Moving-Drop-Shot-System“ was an diesem Spot nicht minder erfolgreich war als an seinem Hausgewässer. Schnell wechselte ich ebenfalls auf diese Montage und die Fänge wurden besser. Es war interessant zu sehen, wie die Barschschwärme in Bewegung waren und wir die Fische immer wieder neu ausmachen mussten. Nachdem wir beide langsam von mittelmäßigen Barschen gelangweilt waren, wechselten wir den Platz. Wir suchten die flacheren Bereiche rund um Bringhausen nach Fisch ab, wurden aber nicht fündig. Das Wetter gleichte zwischenzeitlich stark dem vom vorherigen Tag nur noch kälter, was ordentlich auf die Stimmung drückte.
Wir beschlossen nach einer langen Durststrecke wieder an den Ausgangsspot am Strandbad zurück zu kehren, um zwischen den kleinen Barschen die besseren Exemplare auszumachen. Die Fische waren am Spot, dennoch ließen sich die Großen wieder nicht blicken. Fabian und Matthias waren mit ihrem Boot ganz in der Nähe und bemerkten unsere Fänge, worauf sie uns Gesellschaft leisteten und auch die Barschschwärme am Strandbad befischten. Kurz darauf fanden auch Nils und Felix zu uns und so kam es, dass wir zwischenzeitlich mit drei Booten einen Spot beangelten.
Sascha und Ich legten eine Pause ein und wärmten uns in einem Restaurant um die Ecke bei einem Kaffee auf. Wie wir per Telefon erfuhren klapperte Chris gerade die überfluteten Sträucher rund um die Niederwerber Bucht ab und das auch mit Erfolg. Zwar konnte er nur zwei mittlere Hechte aus dem Gehölz locken, dennoch war es schön zu hören, dass es auch Hechtkontakte gab.
Trotz Kaffee konnte ich mein Stimmungstief nicht überwinden und da es schon spät am Nachmittag war, machten Sascha und ich uns auf den Weg zurück zu Moni. Auf dem Weg zurück, rief mich Chris ganz aufgeregt an und berichte mir von einem 90+ Hecht, den er gerade auf Little Spider fing.
Schön zu hören, dass bei dem Wetter wenigstens ein guter Fisch zu einem kurzen Landgang überredet werden konnte. Wie wir kurz darauf erfuhren, sollte das auch nicht der Einzige gewesen sein. Felix rief uns an und erzählte von einem 40+ Barsch den Nils an seiner neuen Custom Rod haken konnte.
Welch Ironie, dass die guten Fischen genau dann gefangen wurden, als ich beschloss aufzugeben. Wir hielten noch kurz über den Hopfenbergen, wo Sascha kurioser Weise beim ersten “Drop” in über 10 Meter Tiefe einen einzelnen kleinen Barsch fing. Mehr gaben die Untiefen nicht her. Während wir so Richtung Bootssteg fuhren teste ich etwas Saschas Tackle. Ich interessierte mich für seine Bigbait Combo bestehend aus Evergreen Amazon Flip, 201er Conquest DC und einen Imakatsu Husky Hasuzzy. Nach wenigen Testwürfen mit diesem 3oz Geschoss wollte ich es wissen und zog mal richtig durch. Ich hatte den Schwung noch nicht ganz beendet, als sich der Imakatsu Swimbait verabschiedete und mit einem lauten Klatscher in großer Entfernung auf dem Wasser aufkam. Schnur gerissen! Geflochtene hat eben nichts auf einer Bigbait Combo verloren.
Anyway, wir machten uns sofort auf die Suche nach den verloren gegangen Köder. Unglücklicherweise hatte das Wasser exakt den Farbton des Baits und so stellten wir die Suche nach einer viertel Stunde ein. Doch dann sahen wir am Ufer einen Angler der etwas in der Hand hielt, dass von weitem aussah, wie der verloren gegangene Hasuzzy. Wir legten an, doch das was der Mann in den Händen hielt war ein echter Fisch und nicht unser Swimbait. Just in dem Moment als ich bemerkte das der Halteplatz wo ich mit meinem Boot geparkt hatte gar kein Halteplatz war, sondern der Anlegeplatz für die Fähre, kam Selbige auch schon von hinten auf mich zu. Da ich mit dem Boot nicht schnell genug wegkam, musste ich mich am Ufer abstoßen, was mich mit einem nassen Fuß belohnte.
Nun war ich mir endgültig sicher, dass es wohl besser ist, wenn ich im Hotel eine heiße Dusche nehme und den Tag wenigstens halbwegs gut ausklingen lasse. Sascha beschloss noch mit Chris zusammen eine Runde zu drehen und so trennten sich unsere Wege. Beim gemeinsamen Abendessen erfuhr ich, dass sich das Wetter am See, dann doch noch gebessert hatte und es auch noch ganz anständige Fische gab.
Ich beschloss, dass der See zwar heute gewonnen hätte, aber ich würde am nächsten Tag wieder kommen. Wir diskutierten noch lange über dies und das bevor wir uns in unsere Zimmer begaben und schlafen legten.
Tag 3: Dieses Mal schliefen wir nach einer langen Nacht länger und so waren wir erst gegen 8 Uhr am Bootssteg. Jetzt waren Chris und ich Bootspartner und Sascha machte es sich alleine auf einem Boot gemütlich.
Wir entschieden, dass wir Drei zusammen die überfluteten Büsche und Bäume bis runter nach Bringhausen abfischen. Chris und ich versuchten mit OSP Rudra und Imakatsu Riprizer den Spots den ein oder anderen Hecht zu entlocken. Sascha gab sich gar nicht mit so Kinkerlitzchen ab und penetrierte mit verschieden Swimbaits die Unterstände. Frei nach den Motto „big bite or no bite“.
Nach ca. einer Stunde bekam ich den ersten Biss. Ein ca. 75 cm Hecht gab sich nach ettlichen Sprüngen geschlagen und wurde zu einem kurzen Fototermin gebeten.
Wir drifteten weiter die Uferzonen ab, aber wir hatten bis vor Bringhausen keinen Fischkontakt mehr. Chris konnte zwar in der Nähe eines Stegs noch einen etwas besseren Barsch überlisten, aber die erhofften Fänge blieben aus.
Wir setzten unsere Fahrt fort und statteten der Liebesinsel einen Besuch ab, was sich allerdings als totaler Reinfall rausstellte als wird endlich dort angekommen waren. Nach etlichen Stunden ohne Fischkontakt, versuchten wir es weiter zwischen den Sträuchern, aber dieses mal in der Niederwerber Bucht. Durch den hohen Wasserstand entstanden wunderschöne Spots und so dauerte es auch nicht lange, bis sich Hecht Nummer Zwei bei mir meldete. Etwas kleiner als der Vorige, aber ich freute mich trotzdem total über den Fisch. Schließlich hatten wir einiges an Strecke gemacht und dabei ziemlich wenig gedrillt.
Kurz darauf bekam ich noch einen Biss, doch leider hakte ich den Fisch dieses Mal nicht. Kurz vor dem Niederwerber Wehr konnte ich noch einen Fisch landen, der aber auch kein Riese war.
Am Wehr angekommen, machten wir erstmal Pause und aßen eine Kleinigkeit. Wir machten noch einige wenige Würfe am Wehr, wo ich noch kurz Fischkontakt hatte. Der Schniepel Hecht verabschiedete sich jedoch nach wenigen Sekunden.
Frisch gestärkt, traten wir den Rückweg zur Moni an. Wir beschlossen noch kurz rund um Waldeck die etwas flacheren Bereiche und noch einmal das Strandbad abzuklopfen, was aber wieder nur kleine Barsche ans Tageslicht beförderte. Irgendwann hatten wir genug und wir packten zusammen und brachten die Boote zurück zu Moni. Die „big bite or no bite“- Schiene, die Sascha bis zu diesen Zeitpunkt fuhr, führte dazu, dass er zu diesen Zeitpunkt noch Schneider war. In seiner Ehre sichtlich gekränkt, beschloss er, dass er den Eder nicht ohne Fisch verlassen wird und startete einen letzten Versuch unweit von unserem Bootssteg. Mit Erfolg! Ein halbstarker Barsch entschneiderte ihn letztendlich und er freute sich riesig. Man munkelt das seine Freudenschreie weithin hörbar waren.
Wir saßen bei Moni noch eine ganze Weile zusammen und ließen das Wochenende gebührend ausklingen. Zahlenmäßig wurde sehr gut gefangen und wir hatten auch den ein oder anderen guten Fisch dabei, letztendlich war aber die Stimmung und der Spaß im Vordergrund und ich werde noch lange an unser erste Moveyourbait.com Forumstreffen positiv zurück denken.
In diesem Sinne freue ich mich schon aufs nächste Treffen!
Tight lines!
8 Kommentare zu “Das 1. offizielle Moveyourbait Forentreffen…”
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War ein Riesenspass und ich werde den Hecht an der Edgemaster auch nie vergessen. Da merkt man mal wie gut es doch ist einen Bootspartner dabei zu haben.
Aber hmmm… Sascha hatte zumindest sowas wie einen Drill am Sonntag bevor er seinen Barsch fing. Er hakte sich doch gekonnt selbst im Pulli mit dem Highsider Jr :)
Freu mich schon aufs nächste Treffen!
Chris
Verdammt, wie oft muss man euch noch sagen: 50m Abstand zu der Fähre!!! ;)
Super Bericht, wenns sich einrichten lässt bin ich das nächste Mal auch wieder am Start!
Stefan
War bis auf das Wetter am Freitag und Samstag, mal wieder ein cooles Treffen.
War auf jeden Fall froh nen Regenanzug mit zu haben :)
Sehr cooler Bericht, gibt das Treffen zu 100% wieder :)
Freu mich schon aufs nächste Mal!
Sehr guter Bericht, liest sich sehr locker.
Das macht Laune auf den Eddersee.
Klingt nach viel Spaß :)
Schön geschrieben Viva, hoffentlich bin ich am nächsten Treffen am Start.
Vielen Dank für das positive Feedback!
@ slappy
Unbedingt! Das nächste Treffen kommt bestimmt.