The Edge Master – aus dem Deps Sidewinder Line-Up
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The Edge Master – aus dem Deps Sidewinder Line-Up
„Function Is Power“ - Eine Spinnrute der Superlative
Es wird höchste Zeit, dass einmal eine Rute aus dem Sidewinder-Lineup von Deps vorgestellt wird – den Anfang macht die Edge Master.
Ich habe diese Rute schon seit fast zwei Jahren und konnte damit schon viele Köder fischen und ordentlich Fische fangen. Zu Beginn noch etwas Allgemeines zu den Sidewinder Ruten von Deps: Es hat sich mittlerweile schon herumgesprochen, dass die Herstellerangaben zum Wurfgewicht „etwas“ untertrieben sind. Dies trifft aber hauptsächlich auf die Castingruten zu.
Die drei Spinnruten aus der Serie sind (für Deps Verhältnisse ;) ) relativ exakt beschrieben.
Details & Spezifikationen
Hersteller: Deps
Modellbezeichnung: HGCS-63MHX
Länge: 6’3’’ (190cm)
Gewicht: 134g
Wurfgewicht: 3/16-3/8oz (5-10g) – Herstellerangabe
Aktion: Medium Heavy
Taper: Extra Fast
Material: Rute – Kohlefaser, Griff – EVA
Beringung: 6+1 (Fuji Ti/SiC Einsteg)
Schnurklasse: 4-12lb. – Herstellerangabe
Teilung: Einteilig
Grifflänge: 34cm (24cm von Rollenfuß bis zum Abschluß)
Herstellungsland: Japan
Erster Eindruck
Als ich die Rute zum ersten Mal in die Hand nahm, fiel mir sofort der extrem straffe Blank positiv auf. Die Rute ist nicht unbedingt ein Leichtgewicht, aber sie wurde auch nicht zum UL-Barschgezupple gebaut, sondern für ausgewachsene Bass.
Sobald eine Rolle montiert ist, fällt das Rutengewicht auch nicht mehr negativ auf – Mit einer Rolle um die 200g ist die Edge Master perfekt ausbalanciert.
Ausstattung
Die Rute ist schnörkellos elegant aufgebaut. Auf dem schwarzen Blank befinden sich 6 Fuji Titanium Sic Einstegringe + Spitzenring. Die schwarzen Wicklungen sind mit einer einfachen silbernen Zierwicklung versehen. Der feinporige schwarze EVA Griff hat die bisherigen Monate schweren Missbrauches tadellos überstanden. Über der gummierten Abschlusskappe ist noch ein kleines Kontergewicht angebracht. Der Fuji Rollenhalter liegt gut in der Hand, mit durchschnittlich langen Fingern ist es möglich, zwecks besserer Bisserkennung, den Zeigefinger vor dem Foregrip auf den Blank zu legen.
Am Rollenhalter muss ich aber etwas Kritik üben: Ich halte die Rute am Foregrip (Rollenfuß zwischen Kleinem- und Ringfinger), was dazu führt, dass sich der Rollenhalter alle paar Stunden lockert – nicht so schlimm dass man Angst haben müsste die Rolle zu verlieren, aber immerhin so viel, dass man es merkt.
Laut dem neuen Deps Katalog für die Saison 2009 werden in Zukunft andere Rollenhalter verbaut.
Sidewinder Ruten werden in dicken, zweckmäßigen, Nylon Futteralen ausgeliefert, die sie gut schützen, wenn man sie nicht gerade am Wasser hat.
Setup
Eine 2500er Rolle macht die Combo komplett. Ich fische die Edge Master am liebsten mit einer 2508er Exist von Daiwa, welche einen tatellosen Job an der Rute macht. Meiner Ansicht nach passt eine multifile Schnur besser zu der Rute als Mono. Meistens hatte ich 0.10er Fireline Crystal auf der Rolle, neuerdings fische ich Bawo Super Power Finesse Braid 12 lb. Die Bawo hat den Vorteil, dass sie über Bissanzeigermarkierungen verfügt. Alle paar Meter sind 10cm lange, weiße Abschnitte, die die Bisserkennung erleichtern, wenn die Schnur nicht auf Spannung ist. Etwas Besseres habe ich für die Angelmethoden, für die ich die Edge Master hauptsächlich verwende, noch nicht gefunden.
Einsatzbereich
Die Haupteinsatzbereiche dieser Rute sind eindeutig das Jiggen und das Skippen.
Jigköpfe zwischen 3 und 14g lassen sich auch noch mit großen Trailern perfekt fischen. Man spürt dank des extrem schnellen Blanks noch die leichtesten Zupfer in 10m Tiefe. Der Anhieb kommt auf jede Distanz kräftig bei der Hakenspitze an. Beim Skippen (Köder springt über die Wasseroberfläche wie ein flacher Stein) macht die Edge Master richtig viel Spaß. Die Rute skippt ein breites Köderspektrum mühelos meterweit unter Stege und Büsche – vom 3’’ Senko bis zum 6’’ Deathadder wirft sich alles mühelos. Die extrem schnelle Spitze der Rute schwingt nicht nach was sich sehr positiv auf die Genauigkeit der Würfe auswirkt.
Natürlich kann man die Rute auch für Hardbaits verwenden – Wenn einem eine schnelle Rutenaktion für Jerkbaits liegt kann man mit der Edge Master die ganze Squirrel Familie fischen.
Im Drill
Es braucht schon einen ordentlichen Fisch um die Rute im Drill an die Grenze zu bringen. Das stärkste, was ich bisher an der Edge Master drillen konnte, war ein 1m+ Stör der sich an einem kleinen Doppelschwanztwister vergriffen hat – Da hat sich die Rute erstmals bis zum Griff durchgebogen.
Hechte bis 70cm stellen an der Rute kein Problem dar, trotzdem macht auch der Drill eines 25cm Flussbarschs noch Spaß.
Ich habe ein kleines Video online gestellt, so könnt ihr euch selbst ein Bild von der Aktion der Rute im Drill machen.
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Fazit
Deps Ruten sind nicht gerade billig, aber wer bereit ist so diesen Preis von 520 Euro (in Deutschland) zu zahlen, bekommt dafür eine Spinnrute der Superlative. Ich konnte zum Vergleich Ruten wie die Spin Cobra von Evergreen, die Aaron Martens von Megabass und die Rocksweeper von Abu fischen – Die Edge Master ist für mich trotzdem erste Wahl.
In diesem Sinne: „FUNCTION IS POWER“ ;)
Pro
+ extrem schnell und sensibel
+ schnörkelloses Design
+ breites Einsatzspektrum
+ relative einfach verfügbar
Kontra
- Preis
- Rollenhalter (vielleicht nicht mehr lange)
- schnörkelloses Design ;)
Weiterführende Links
Offizielle Dep’s Website
Sidewinder Produktseite auf Depsweb.co.jp
8 Kommentare zu “The Edge Master – aus dem Deps Sidewinder Line-Up”
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Schicker Bericht! Hab die Edge Master ja nun auch ne Weile und sie ist eigentlich immer mit dabei, wenns aufs Boot geht. Enorm ist wirklich die Vielseitigkeit in Sachen Gummis und die Sensibilität bei diesem enormen Rückgrad.
Kann Euch beiden da eigentlich nur zustimmen.
Fische die Rute selber ne ganze Weile und bin absolut begeistert. Ich nutze sie sogar für Baits deutlich oberhalb des empfohlenen Lureweights und muss sagen PERFEKT!
Dieses Rückgrat ist unbeschreiblich und für das Skippen habe ich im Spinning Bereich noch nichts vergleichbares gefunden.
Im Gegensatz zu Al lockert sich der Realseat bei meinem Exemplar jedoch nicht.
Jip, Super “Einstand”! Auf den Punkt und ohne viel “Drumherumgeschreibsel”.
Zu “Sensibilität bei diesem enormen Rückgrad” muß ich sofort an meine Spin Cobra denken. Müssen uns im Forum nochmal drüber unterhalten. Vielleicht überzeugt ihr mich ja noch. ;)
Freut mich das es euch gefällt.
@Ronin: Bei meiner zweiten Deps Spinrute lockert sich der Griff noch nicht so schnell… Ich fürchte aber daß das nach ein paar Monaten noch kommen wird.
Super Bericht!
Ich habe schon wieder dieses doofe “Ich-will-die-Rute-haben”-Gefühl. :D
Bis jetzt habe ich noch keine sensiblere Rute für Little Spider und Jigs gefischt. Einfach nur geil!
Ich hab auch keine Probleme bei meiner Edgemaster. Der Rollenhalter hält und liegt gut in der Hand.
Super Bericht mit klasse Fotos,
die neuen Rollenhalter sehen m.M nach besser aus.
Was konkret hat dir besser an der D.E.P.S. im Verhältnis zu der Spin Cobra oder der MB Aaron Martens besser gefallen. Hier hätte ich gut gefunden, wenn man den subjektiv empfundenen Makel an den anderen Ruten, der dir beim Testen aufgefallen ist, auch konkret rausgearbeitet hättest. Inwieweit gibt der Markt weitere und testbare Alternativen für Dich her? Ansonsten, wie gewohnt, schön aufgemachter Bericht.!
TL
KMB